Herzlich willkommen auf unserer Website!

Auf den folgenden Seiten finden Sie viele nützliche Informationen zu unserer Praxis und rund um Ihre Gesundheit. Informieren Sie sich! Wir stehen Ihnen gerne auch persönlich für Ihre Anliegen zur Verfügung.


Unsere Ferien 2018:

17. bis 25. Februar 2018

An folgen Samstagen ist die Praxis geschlossen:

17. und 31. März 2018

21. und 28. April 2018


Gesundheitspolitik

Der Rundum-Kahlschlag beginnt ab 2018

Am 18. Oktober 2017 hat der Bundesrat seinen 2. Eingriff in den TARMED vorgenommen, der nun auch alle Patientinnen und Patienten treffen wird: Die Grundkonsultation pro Arzt-Patientenkontakt wird auf 20 Minuten limitiert. Längere Konsultationen sind nur bei Kindern unter 6 Jahren oder Erwachsenen über 75 Jahren erlaubt. Die Tarmed-Regeln sind zwar etwas komplizierter aber im Endeffekt bedeutet dies, dass wir Ärzte erstmals in eine Zeitrationierung gezwungen werden. Falls wir mehr Zeit für Sie benötigen als verrechenbar ist, arbeiten wir mit Verlust. Wir sind also gezwungen, die Konsultationen zu straffen und Sie müssen ein zweites oder drittes Mal erscheinen, um alle Probleme lösen zu können. Ihr und unser Zeitaufwand wird steigen und die Kosten werden nicht sinken. Neben der oben erwähnten Zeitrationierung werden gewisse Leistungen nicht mehr im 5 Minuten Takt sondern im 1 Minuten Takt und noch einmal viel differenzierter abgerechnet werden müssen, so dass auch der Zeitaufwand für die Abrechnung allein weiter steigen wird. Als ob wir alle nicht schon genug Büroarbeit hätten!

Mit Einführung des TARMED in den 1990 er Jahren wurde der Ärzteschaft versprochen, dass dieser Tarif regelmässig angepasst werden wird, auch bezüglich Teuerung. Es ist zum grössten Teil die Schuld von Santésuisse, dass dies nicht möglich war, weil Santésuisse alle diesbezüglichen Bemühungen blockierte. Zum kleineren Teil sind auch die Politiker schuld, da sie nicht genügend Druck auf die Krankenkassen und Santésuisse ausgeübt haben, um den Tarif weiter zu entwickeln. Die Löhne und die Lebenskosten steigen aber wie sollen wir Ärzte diese Teuerung auffangen bei einem Tarif, der seit 20 Jahren nie an die Teuerung angepasst wurde?

Bezüglich Kostensteigerung im Gesundheitswesen konnte mir bisher niemand erklären, warum die Prämien der Krankenkassen stärker steigen als die gesamten Gesundheitskosten. Mit zunehmender Digitalisierung und Auslagerung der Arbeit auf die Versicherten (Z. B. scannen viele ihre Rechnungen selber ein und senden sie so ihrer Kasse) dürften wir erwarten, dass die Unkosten der Kassen proportional immer weiter sinken sollten. Fehlt es an der Kostenkontrolle der Krankenkassen durch den Bundesrat? Sind die APP's und die Fernsehwerbungen mit unseren Prämiengeldern zu teuer? Sind die Boni der Versicherungsberater zu hoch? Beziehen die Verwaltungsräte der Kassen zu hohe Honorare? Sehen Sie dazu bei Interesse bitte in der folgenden Broschüre von Interpharma auf Seite 51 nach:

Gesundheitsdaten CH

Nehmen wir die Politiker in die Verantwortung!

Wenn Sie Politiker kennen, nehmen Sie sie in die Verantwortung für unser Gesundheitswesen. Helfen Sie mit, dass unser Gesundheitswesen nicht demontiert sondern weiter entwickelt wird.

Worum geht es? Seit Jahrzehnten wird nicht Gesundheitspolitik betrieben sondern nur Prämienpolitik, d. h. die Politikerinnen und Politiker wollen nur Geld sparen auf Kosten der Apotheker, der Spitäler, Physiotherapeuten, Spitex usw. und der Ärzte. Es wird dabei in Kauf genommen, dass schon heute (und immer mehr auch in der Zukunft) Leistungen nicht mehr erbracht werden, weil diese nicht mehr kostendeckend abgerechnet werden können. Wir kennen dieses Problem auch bei den Medikamenten: einzelne Medikamente (z. B. Colchizin) sind aufgrund des Preisdruckes in der Schweiz nicht mehr erhältlich. Der schweizweite Hausärztemangel ist diesbezüglich ein ernstes, gut wahr zu nehmendes Symptom.

Die Politiker müssen endlich Nägel mit Köpfen machen und die unwichtigen Leistungen beschränken!

Wir müssen von den Politikerinnen und Politikern verlangen, dass sie entscheiden, welche Leistungen, Operationen und Medikamente in der Schweiz noch bezahlt werden und welche nicht. Dabei müssen sie wahrscheinlich die Hilfe der Gesundheitsfachleute in Anspruch nehmen und in verschiedenen Arbeitsgruppen die Richtlinien erarbeiten. Nur so können wir uns auch in Zukunft ein qualitativ hochstehendes, gutes, sozial gerechtes und finanzierbares Gesundheitswesen leisten. Auch in der reichen Schweiz können wir uns nicht alles leisten sondern sollten endlich bereit sein, auf gewisse, weniger wichtige Leistungen zu verzichten um die stetige Steigerung der Prämien zu reduzieren oder zu stoppen.

Wenn es so weiter geht wie bisher und der Bundesrat willkürliche Tarifeingriffe vornimmt, müssen wir befürchten, dass auch in der Schweiz ein Globalbudget eingeführt wird. Dies würde dann u. a. folgende Auswirkungen haben: aufgrund des ansteigenden Preisdruckes könnten die Qualitätskriterien nicht mehr eingehalten werden, der Zeitdruck würde steigen und die Zeit, die noch zur Verfügung stünde, würde pro Patientin immer kürzer. In den Wartezimmern würden zuerst die Menschen mit Zusatzversicherung in der Sprechstunde behandelt werden und die anderen müssten stundenlang warten, wie dies in Deutschland bereits seit mehreren Jahren der Fall ist. In Deutschland gibt es auch bereits sehr viele Arztpraxen, die im Sommer oder im Herbst drei Monate schliessen, weil das Budget aufgebraucht ist und die Praxen nichts mehr verdienen können. Da sind Ferien das kleinere Übel! In den deutschen Spitälern ist es ähnlich. In Deutschland haben die Politikerinnen und Politiker bereits gemerkt, dass es mit dem Globalbudget nicht funktioniert und es wird nach neuen Lösungen gesucht.

Wie in den letzten Jahren üblich, hinkt die Schweiz um Jahre hinter vielen Ländern der EU nach und unsere Politiker werden die gleichen Fehler und bitteren Erfahrungen des Globalbudgets machen (müssen). Falls der finanzielle Druck auf die Leistungserbringer immer mehr steigt in den nächsten Jahren und sich die Politiker nicht dazu überwinden können, auch in der wohlhabenden Schweiz endlich die Leistungen einzuschränken und so die Prämien zu senken statt auf die Entschädigung der Spitäler, die Waren-, Medikamentenpreise und die Löhne zu pressen, werden unsere intelligenten jungen Menschen auch nicht mehr ins Gesundheitswesen einsteigen sondern andere Berufe wählen, mit denen sie einen anständigen Lohn verdienen können. Sie erraten, wer im Gesundheitswesen bleiben wird!

Ohne Hausärzte wird alles noch viel schneller viel teurer!

Wir Hausärztinnen und -ärzte dienen Ihnen als Navigatoren in Gesundheitsdschungel und sind Ihre Spezialisten für alle Fälle. Wir können Sie vor Unnötigem oder Doppelspurigkeiten bewahren und behalten den Gesamtüberblick für Sie. Folgende Studie (wie viele weitere) zeigt, dass eine kontinuierliche und konstante Patienten-Arztbeziehung am effektivsten und kostengünstigsten ist: 

Barker I, Steventon A, Deeny SR. Association between continuity of care in general practice and hospital admissions for ambulatory care sensitive conditions: BMJ 2017 (1. Februar); 356: j84   http://www.bmj.com/content/356/bmj.j373

Die immer mehr fehlende Kontinuität ist ein Nachteil der Spitäler, Spezialisten und leider auch der Gruppenpraxen, kann aber mit gutem Willen in einem gewissen Rahmen korrigiert werden.


Herbst 2018:

Haben Sie Asthma oder sind Sie herzkrank? Haben Sie ein Kind mit chronischen Krankheiten? Sind Sie über 65 Jahre alt? Arbeiten Sie privat, im Spital oder im Altersheim mit Menschen? Wenn Sie eine der Fragen mit Ja beantworten: Impfen Sie sich jährlich im Herbst gegen Grippe.